Blau-Weiss Friedrichshain 1968


über

"Is ditt schön hier!" Mitten im Kiez, Ecke Rigaer Str./Liebig Str. wurde der Verein 1968 an einem Stehtisch "bei Helga" gegründet. Warum man sich im zuständigen Amt nicht mit dem ersten Namensvorschlag "SC Ritze" anfreunden konnte bleibt fraglich, die Aufmerksamkeit der Behörden der DDR hatte man dafür sicher. Nach zähen Verahndlungen einigte man sich für den weniger polarisierenden Namen "SG Blau-Weiss Friedrichshain". Unweit der Stammkneipe befand sich auch der erste Heimspielplatz der blau-weissen Friedrichshainer. In der Zellestraße, umringt von Wohnhäuser, befand sich ein kleiner, enger Platz zum Knödeln. Der Platz war einzigartig, war davon doch wenig da. "Kleen warer und viele Tore jab et zu sehen, wie inna Halle", berichteten Zeitzeugen. Erst trinken, dann spielen Da man dem Verein nach der Wende die Spielstätte entzog sah man sich gezwungen auf den Kurt-Ritter-Platz, nahe Ostkreuz, umzuziehen. Ein neues Vereinsheim in der Bahnhofsstraße wurde auch gleich eingeweiht, schließlich hatte man einen Ruf zu verteidigen. Das man sich nach dem Spielen zum gemeinsamen Trinken traf war und ist nichts ungewöhliches, dass man es jedoch auch vor dem Spiel tat schon. Schnell kreierten Gegner und Bekannte den Kapfnamen "FC Boonekamp". Trinken, spielen, trinken. Seit vier Jahren gestaltet man nun selbst die Grschichte des Vereins, der seit 2006 auf dem Dach der Metro am Ostbahnhof spielt. War es doch umme Ecke und der Platz einer der schönsten Berlins. Im Rücken das Berghain, welches Samstagmittag bei den Punkspielen noch den Takt zur Erwärmung vorgibt. Am anderen Ende schweift der Blick auf die Spree, samt Oberbaumbrücke und East Side Gallery, wer mag hier nicht gern die Ecken schießen? "Da spielt man seit 1968 im Bezirk, und doch kennt een keener." Neu aufgestellt und mit zwei Frauen an der Vereinsspitze verkörpern die Farben Blau und Weiss Tradition, Respekt und Freude am Fußball. Aus alt mach modern, so oder so ähnlich kann man die Arbeit der letzten Monate zusammenfassen. Gemeinsam bekleiden aktive Spielerinnen und Spieler alle notwendigen Ämter, um einen Verein mit Tradition zu einem Verein mit Tradition und Zukunft zu machen. Eines der aufregendsten Projekte im Verband des Berliner Fußballs. Wer Lust hat einmal vorbeizuschauen ist gerne eingeladen. SG Blau-Weiss Friedrichshain e.V. – Der neue alte Verein

Spezialitäten

  • Fußball

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