Wühlischstraße

Heute

Die Wühlischstr. liegt zum Großteil in der Einflugschneise vom Ostkreuz zur Simon-Dach-"Kiez". Wer hier wohnt, muss mit Rollkoffern, Junggesellinnnenenabschieden (ja das soll so)  und Partyvolk leben. Daher ist hier auch eine erhöhte Konzentration von Spätkäufen ansässig. Die kleinen Läden in und rund um die Straße werden dabei weniger beachtet. Auch die angrenzende Knorrpromenade mit den sanierten Schmucktoren geht dabei unter. Wer also die Wühlischstr. näher kennenlernen will, sollte sich etwas Zeit nehmen.

 

Geschichte

Die Wühlischstraße ist Teil des Südkiezes, benannt ist sie, wie der anliegende Wühlischplatz, nach dem Berliner Kaufmann und Großgrundbesitzer David August Wühlisch (1805-1886). Wühlisch war Eigentümer des Vorwerk Boxhagen,

Am Ende des 19. Jahrhunderts lag das Platzareal auf dem Vorwerk Boxhagen, welches vormals die Familie Sonntag von der Stadt Berlin gepachtet hatte. Mit der Entwicklung von Berliner Vorort-Gemeinden und der Bildung von Verwaltungsbezirken nach der Eingemeindung zu Groß-Berlin kam dieser Bereich zu Lichtenberg.August-David Wühlisch (* 13. August 1805; † 30. Januar 1886; Kaufmann) erbte den Großgrundbesitz von seinem Vater David Leberecht Wühlisch (1777–1830), der sie 1854 von der Stadt Berlin gegen Zahlung von 12.584 Talern erworben hatte. (A.-D. Wühlisch führte in dritter Generation die Wollhandlung August Wühlisch Cp., die 1856 in der Großen Georgenkirchgasse 37 ansässig war.) Er stellte der Stadt Berlin das Areal kostenlos zur Verfügung.

Auf dieser Fläche wurden ab Ende des 19. Jahrhunderts Straßen und Plätze angelegt, mit denen die Vorortgemeinden sich vergrößerten, um die schnell wachsende Bevölkerung mit Wohnraum versorgen zu können. Die Wühlischstraße erhielt daraufhin um 1901 den Namen des Grundbesitzers. Sehr viele Parzellen sind 1904 noch als Baustellen ausgewiesen, lediglich das Schulgebäude Ecke Holteistraße war bereits fertig. Etwa im Jahr 1903 muss der Wühlischplatz seinen Namen erhalten haben.

Quelle: teilweise Wikipedia

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